writingiswhatido
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permission granted
wenn sie wem salutieren könnten
viele fielen um vor Freude
Apparently feminists have loved cats since the suffrage movement. Who knew?
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In art discourse, the cat (as opposed to the dog) can be seen as a sign for rebellion.
It’s quite interesting if you compare these two pictures of “venus” and “olympia”:
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- the woman does not look the observer (male) into the eye directly, with her head tilted sideways, she is an obedient woman, you can see the dog right next to her. this image of nudeness has not been a problem, the sexuality of women is cleary subject to men’s. (1583).
Whereas this image of manet (1863) caused great uproar, not only because with the servant being black, it spoke about the problem of colonization and slavery, but also very much because of the “aggressive” female sexuality that is shown by the way Olympia holds her head upright. As you can see, there is a black cat standing at her feet instead of a cuddled-up dog. I really like this picture, there’s a lot to think about in it.
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Considering this, I do find cats as a sign for women’s liberation do not come as a surprise, even though nowadays it is a two-sided medal when thinking about the way women in gender discourse are often compared with cats (“mysterious” etcetc.).
(Source: uni.edu)
Die Sozialdemokraten als Pflaster des Kapitalismus’
Dieser schöne Ausdruck stammt von Jean Ziegler und hat sich mir heute, am ersten Mai, in seiner vollen Grösse entfaltet. Die Sozialdemokrat_Innen hielten Reden, langatmige, unmotivierte Reden über ihre politischen Wünsche und Taten, vor allem natürlich betreffend Arbeitnehmenden und Löhnen. Interessant hierbei, wie immer wieder zur Schaffung neuer Arbeitsplätze aufgerufen wird. Wirklich? Woher sollen Sie denn kommen, die Arbeitsplätze? Aus der wachsenden Wirtschaft etwa? Mit dieser Forderung stellen sich die sozialdemokratischen Parteien in eine Reihe mit ihren bürgerlichen oder rechteren Amtskolleg_Innen: der Ruf nach immerwährendem Wachstum ist es, der den Kapitalismus überhaupt legitimiert. Anstatt also nach einem neuen, gerechten System zu rufen oder motivierende Reden Denkanstössen zu liefern, unterwirft sich der Grossteil der Linken dem Diskurs. Ob aus Kurzsichtigkeit oder für den Wahl- statt Klassenkampf, sei dahingestellt.
das Fleisch gibt den Takt an.
Die Pathologisierung einer Generation
Kein ausgefeilter Text, eher ein Versuch.
Bereits Walter Benjamin hat uns in seinen Schriften darauf hingewiesen, dass unsere Wahrnehmung sich den Medien anpasst und umgekehrt - kein Wunder also empfinden wir Filme aus dem frühen 20. Jh. für unser Auge als zu langsam geschnitten und werden ungeduldig.
Dies ist ein Text über eben diese Ungeduld. Die Ungeduld war schon immer in mir, nie konnte mir etwas schnell genug gehen, nicht einmal das Denken, so dass ich oft sagte, was ich noch nicht aus-gedacht hatte. Das hat sich bis heute nicht stark geändert, so dass ich von vielen als direkte oder unhöfliche Person empfunden werde, die Sätze platzen nur so aus mir heraus. Auch Schreiben ist für mich oft ein regelrechter Akt von Bulimie: ich denke und hirne überall, im Bus, zu Hause, unter Dusche, auf dem Fahrrad, an der Uni, über etwas nach, das mich nicht loslässt, schreibe nie etwas dazu auf, bis die Sätze aus mir Rausdrängen und -fallen.
Diese Ungeduld meiner hat auch etwas mit der Auffassungsgabe zu tun, die ich mir, und nicht nur mir, sondern ziemlich vielen Leuten zuschreiben kann: Ein schnelles, vernetztes Denken, das nicht auf die Details eingeht (die können ja nachgelesen werden), sondern immer versucht, die Geschehnisse in ein grosses Ganzes einzuordnen.
Einige mögen jetzt schon verstanden haben, worauf ich hinauswill: die Zusammenhänge zwischen dem Aufkommen und der Verbreitung des Internets und der vermehrten Diagnose von ADHS und ADS scheinen mir nicht zufällig. Kinder, Jugendliche und mittlerweile sogar Erwachsene, deren Auffassungsgabe und Denkweise nicht linear verlaufen, deren Aufmerksamkeit von einem Thema zum nächsten hüpft und nur dort hängen bleibt, wo Interesse herrscht, werden zunehmend als krank bezeichnet.
Inwiefern aber ist ADS/HS eine Behinderung und nicht nur ein kleiner Makel, eine geringfügig andere Wahrnehmungs- und Denkweise oder aber eben das Zeichen einer Generation, die sich an das vorherrschende Massenmedium angepasst hat? Diese “Krankheit” ist eine, die vor allem von der Gesellschaft gemacht, überspitzt gesagt, erfunden ist.
Ich habe mich gestern mit einer befreundeten Lehrerin darüber unterhalten. Regelmässig wird erhält sie Anfragen von genervten und gestressten Eltern, die die Tatsache, dass ihre Kinder unbequem laut unfokussiert sind, nicht mehr ertragen (zugegeben, verständlich und nachvollziehbar, ich möchte auch keinen privaten Flohzirkus zu Hause). Die Eltern wünschen sich geradezu, eine Erklärung für dieses Verhalten vor anderen Leuten zu haben: wer sagen kann, “mein Kind hat ADHS und ist darum so laut”, ist fein raus, ist gut im Erziehen, kann nix dafür. Auch Lehrer sind mit solchen Kindern immer wieder überfordert. Warum?
Weil sie sich nicht ins starre, linear ausgerichtete Schulsystem einfügen lassen. Weil sie nicht 45 Minuten am Stück auf dem Stuhl sitzen und sich dabei nur einer Aufgabe widmen können (hier immer die Ausnahme: es sei denn, die Immersion kommt zum Zug. Dies geschieht meist bei übermässsigem Interesse an einem Thema oder an gut gestellten Aufgaben, die auf genau dem richtigen Niveau liegen).
So stehen sich Kinder mit ADHS immer selbst im Weg, können entweder ihre Intelligenz oder ihre handwerkliche Begabung nie vollständig ausnutzen, scheitern oft in der Schule.
Aber da gibt es ja dieses Wundermittel, Ritalin. Es gehört zu den Amphetiminen, ist vom Aufbau her mit Speed vergleichbar. Klingt gefährlich, macht abhängig, löst nur die Symptome und nicht das Problem. Und dennoch wird immer mehr Kindern Ritalin verschrieben. Denn für die Gesellschaft sind die Symptome das Problem: was nicht passt, wird passend gemacht.
Ich möchte hier auf Michel Foucaults Wahnsinn und Gesellschaft zurückgreifen. Er beschäftigt sich hierin mit der veränderten Wahrnehmung von Wahnsinn über die Zeit hinweg, und sagt, dass Geisteskranke über den Verlauf der letzten Jahrhunderte mehr und mehr aus der Gesellschaft ausgeschlossen worden sind. Was sind die Möglichkeiten zur “Wiedereingliederung”? Heilung - in diesem Fall das Verschreiben von Ritalin, das aber, wie gesagt, gar nicht Heilen KANN, wohl auch weil ADHS keine Krankheit im eigentlichen Sinne ist.
Ich möchte hier also ADHS als Beispiel par excellence aufführen, wie der gesellschaftliche Diskurs aufrechterhalten wird und werden kann: Es ist natürlich einfach, jemandem mit einer “geistigen Behinderung” wie ADHS keine Urteilsfähigkeit zuzutrauen. Die US-Army beispielsweise nimmt keine Rekruten auf, die einmal in ihrem Leben Ritalin genommen haben. Doch was heisst das konkret für unsere Generation, die Generation Internet? Die Symptome für ADHS sind derart beschrieben, dass sie - das behaupte ich jetzt aus Erfahrungen aus meinem Freundeskreis - auf die meisten User unter 25 zutreffen. Um sich im Internet schnell und gut zurechtzufinden, sind die Nachteile dieser Krankheit nämlich ein Vorteil.
Worauf ich hinauswill: Um die Gesellschaft vor tiefgreifender Veränderung zu bewahren, wird uns entweder Ritalin verschrieben (auf dass wir gut hineinpassen) oder jegliche Urteilskraft abgesprochen, weil wir ja eh nicht normal sind. Eine unangenehme Vorstellung - jede/n von uns kann es treffen.
Nachtrag: was mich zu dieser Theorie verleitet hat, ist auch die Tatsache, dass ADHS NACH Ritalin entdeckt worden ist, man beachte diese Doku:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=yS0d2yLCbL8
What they did not want you to ever find out is that your generation, the generation born between 1980-1995, actually outnumbers the Baby Boomers. They knew that if you ever turned your eye towards political reform, you could change the world. They tried to keep you sated on vapid television shows and vapid music. They cut off your education and fed you brain candy. They took away your music and gave you Top Ten pop stations. They cut off your art and replaced it with endless reality shows for you to plug into, hoping you would sit quietly by as they ran the world. We as a society are only as strong as our weakest link. Give ‘em hell, kids.
(Source: katedanley, via hellyeahfeminism)
at what age did you lose your passion
at what age your dear compassion